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05.05.2010   Nathalie

Sport ist gut fürs Hirn

Sport ist gesund – auch fürs Gehirn. Ruchika Shaurya Prakash, Assistenzprofessorin für Psychologie an der Ohio State University1 leitete die Studie, die es nun bestätigt: Sport schützt das Gehirn von MS-Betroffenen. Die Studienteilnehmer mussten sich diversen physischen und kognitiven Tests unterziehen. Dabei zeigte sich, dass die sportlichen Personen Informationen schneller verarbeiten. Im Klartext heisst das: Sie weisen bessere Leistungen in den Bereichen Wahrnehmung, Sprache, Gedächtnis, Erinnerung und Argumentation auf.

Dieses Resultat spiegelt sich auch in den MRT-Bildern der entsprechenden Personen: Die sportlich Aktiven verfügen über eine grössere Masse an grauer Substanz (welche die Nerven-Zellkörper enthält). Gleichzeitig ist bei ihnen die Schädigung der weissen Materie (welche die Fortsätze der Nervenzellen enthält) weniger stark ausgeprägt. Dazu Prakash: «Wir haben bemerkt, dass Sport eine schützende Wirkung auf diejenigen Gehirnpartien ausübt, welche von MS am meisten betroffen sind. Betroffene, die einen Sport ausüben, weisen weniger Schädigungen auf, als Patienten, die sich sportlich nicht betätigen.»

Allgemein gilt: Wer sich in seinem Alltag allzu häuslich eingerichtet hat, erhöht das Risiko für diverse Beschwerden wie Übergewicht, Diabetes, zu hoher Cholesterinwert, Erkrankungen der Herzkranzgefässe etc. Bewegung ist ein wesentlicher Aspekt, wenn es um die Gesundheit und das persönliche Wohlbefinden geht. Je aktiver man ist, umso fitter und glücklicher fühlt man sich im Alltag. Vielleicht haben Sie das auch schon bemerkt? Zudem verbessert Sport das Selbstvertrauen: Ein Ziel zu erreichen oder sich einer Herausforderung zu stellen, trägt zur Wertschätzung sich selbst gegenüber bei.

Die Botschaft dürfte inzwischen wohl rübergekommen sein: Treiben Sie Sport! Auch wenn es bloss 15 Minuten am Tag sind. Aber Achtung: Es geht nicht darum, sich kopflos in irgendetwas zu stürzen. Es ist entscheidend, eine Sportart und eine Intensität zu wählen, die den eigenen Kapazitäten entsprechen. Wenn Sie bisher gar keine sportlichen Aktivitäten ausgeübt haben, ist es wohl das Beste, Ihren Arzt zu konsultieren, bevor Sie damit beginnen. Allerdings sollten Sie für sportliche Aktivitäten die heissesten Tageszeiten meiden - siehe dazu auch die Lunea Tipps.

Wenn Sie einige Grundsätze beachten, kann Sport ein echtes Plus an Lebensqualität bedeuten und sekundären Komplikationen vorbeugen. Lesen Sie zu diesem Thema doch die Rubrik Bewegung und Sport.

Der Frühling ist da: Nutzen Sie die Gelegenheit, um neue Vorsätze zu fassen –
und auch auszuführen. Tschüss!

1 Die Studie, die zusammen mit R. Motl und A. Kramer von der Universität Illinois sowie mit E. Snook von der Universität Massachusetts durchgeführt wurde, erscheint online in der Zeitschrift Brain Research und wird demnächst in einer gedruckten Version publiziert.

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