Lunea Blog

23.06.2010
von Nathalie

Gesundheit beginnt im Teller...

Kürzlich habe ich im Fernsehen eine interessante Sendung über Ernährung und ihre Wirkung auf unser Immunsystem gesehen: Wussten Sie, dass unser Magen-Darm-Trakt das Organ mit dem grössten Oberflächenkontakt zu seiner Umgebung ist und damit die erste Barriere des Immunsystems darstellt? Essen wir zu unausgewogen, wird dadurch unsere Darmflora geschwächt und den schädlichen Bakterien stehen Tür und Tor offen. Man könnte sagen: Ungesunde Ernährung ist der Königsweg zu einer Entzündung…
Lassen wir doch den gesunden Menschenverstand walten: etwas weniger schädliche fast food Fette, etwas mehr wertvolle Omega-3-Fettsäuren. Allzu schwierig ist es nicht. Leinenöl, Wallnussöl (das im Salat übrigens herrlich schmeckt), Weizen-, Soja- und natürlich Rapskörner sind voll von Omega-3-Fettsäuren. Mit mehr Früchten, Gemüse und Vollkornprodukten können wir unsere persönliche Nahrungsmittelpyramide zusätzlich optimieren und für ein gesundes Gleichgewicht auf unserem Teller sorgen.
Wesentlich erscheint es mir vor allem, Gefallen am gesunden Essen zu finden. Vor einigen Wochen habe ich beschlossen eine kleine Diät zu machen – mit dem Hintergedanken dereinst vielleicht wieder in meinen Badeanzug zu passen. Auch wenn das Wetter im Moment nicht danach aussieht – die Hoffnung, bald ausgiebig Sonne zu tanken, bleibt. Leider ist da mein kleiner Schwachpunkt: Ich bin eine grosse Schlemmerin! Verzicht zu leisten und mich von trockenem Brot und Wasser zu ernähren, kommt nicht in Frage. Ich habe also einige einfache Rezepte für leichte, vor allem aber schmackhafte und gesunde Gerichte hervorgegraben und – ich schlemme!
Es war mir gerade danach, Ihnen in diesen paar Zeilen meine persönlichen Gesundheitsrezepte weiterzugeben. Gerne möchte ich Sie die Smoothies probieren lassen, die ich zusammen mit meinen Kindern geniesse, ein Poulet mit Ziegenkäse oder meine Lachsterrine, die sich erstaunlich einfach zubereiten lässt. Sie finden die entsprechenden Rezepte auf Lunea unter der Rubrik Ernährung.
Und nun, meine Lieben, wende ich mich wieder dem aktuellen Weltgeschehen – sprich König Fussball – zu und stibitze dabei von Zeit zu Zeit etwas aus meinem Sack … Trockenfrüchte. Bis bald und : Hopp Schwiiz!

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10.06.2010
von Christian Rusterholz

Während und nach der Tour

Die (Tor)tour ist vorbei. Gerne berichte ich über die vergangenen 17 Tage der Fahrt und die ersten Tage danach. Auf der Fahrt nach Dänemark ging es mir körperlich nicht so, wie ich es mir gewünscht habe. Ich hatte Mühe, sobald ich mehr als 100 Meter am Stück gehen musste. Das machte mir doch etwas Angst. Wie wird sich das auswirken, wenn ich physisch an meine Grenzen stossen werde? Dann der Start in Dänemark. Nach 30 Kilometern die erste Pause und der erste Schreckmoment: Ich verlor das Gleichgewicht als wir etwas assen und wollte mich mit einem Schritt nach vorne auffangen. Doch ich konnte das rechte Bein nicht genug schnell anheben und schon lag ich auf der Strasse. Dieser Vorfall wiederholte sich am Nachmittag erneut. Meine Partnerin versuchte es mit Humor zu verpacken und mich zu ermutigen. Nach dem Motto, wir dachten Du fällst vom Velo und nicht in den Pausen um. Am Abend war ich sehr müde, aber auch glücklich, denn ich hatte die ersten 110 Kilometer gemeinsam mit den drei Inlineskatern absolviert. Das Tempo war nicht so hoch, da die Skater ihre Kräfte wohlweisslich gut einteilen mussten und mit dem Rückenwind ging es sehr einfach.

Der nächste und übernächste Tag gingen gut vorbei. An der Nordseeküste ist es wirklich flach. Die Inlineskater klagten immer öfter über Schmerzen in den Fussgelenken, denn sie müssen das ganze Körpergewicht über die Gelenke ausbalancieren. Mir ging es erstaunlicherweise von Tag zu Tag besser. Ich konnte wieder grössere Strecken zu Fuss und ohne Beeinträchtigung zurücklegen, und als dann am vierten Tag die Windrichtung kehrte, fuhr ich sogar öfters an der Spitze der Gruppe als Windschattenspender für die Skater. In den nicht wenigen «Bergetappen», die folgten und bei denen bis zu 1200 Höhenmeter überwunden werden mussten, fuhr ich als «Leithammel» an der Spitze des Trosses und in den steilen Abfahrten mit bis zu 11% Gefälle bremste ich die Inlineskater die Berge runter. Es war ein gutes Gefühl. Normalerweise brauche ich die Hilfe meiner Partnerin, sei dies beim Tragen von schweren Koffern und Taschen oder wenn ich aus der Badewanne steigen möchte. Jetzt war es plötzlich umgekehrt. Meine Hilfe wurde benötigt. Das tat so gut!

Je mehr die Inliner an ihre Grenzen kamen, desto stärker wurde ich. Als dann nur noch Sabine und ich unterwegs waren (Thomas musste nach Brüssel an eine Sitzung und Jan hatte Schmerzen am Schienbein) zeigte sich einmal mehr, wie wichtig es ist, als Team zusammenzustehen. Alleine hätte keiner von uns beiden die «Königsetappe» mit vielen Höhenmetern, unglaublich schlechtem Belag und Dauerregen geschafft. Wir haben die Tour zusammen gestartet und gaben uns die Kraft, die Tour auch gemeinsam zu beenden. Während der Tour war ich es, der Sabine Mut zusprach. Sie zweifelte manchmal, ob sie es schaffen könnte. Aber ich zweifelte nie an ihr und das motivierte sie immer wieder aufs Neue. So wie sie mir schon so oft den Krampf nachts in den Beinen löste, so selbstverständlich habe ich ihr die Füsse massiert und ihr Essen ans Bett gebracht, wenn sie zu müde war, um an den Nachtessen teilzunehmen.

Thomas kam nach zwei Tagen aus Brüssel zurück und schloss sich uns wieder an. Jan fuhr ein paar Tage nur die halbe Distanz und erholte sich gegen Ende der Tour sehr gut. So konnten wir nach 17 Tagen und 1730 Kilometern in Zürich zu viert einfahren. Eigentlich zu sechst, denn zwei Polizeimotorräder eskortierten uns quer durch die Stadt Zürich. Ein Erlebnis, welches jeder von uns nie mehr vergessen wird. Einfach genial das Gefühl – unbeschreiblich frei und mit ganz viel Zuversicht. Viele unserer Sponsoren, Familie und Freunde erwarteten uns und es gab ein ausgelassenes Fest. Voller Stolz konnten wir der MS Gesellschaft einen Scheck über 31'000 CHF und 2000 EUR überreichen. Als dann die Anspannung nachliess, kam sie wieder, die grosse Müdigkeit. Eigentlich hätte ich jetzt Ferien nötig, aber die Arbeit ruft. Ich hoffe, die körperlichen Verbesserungen halten lange an. Es zeigte sich wieder, dass Sport bei mir sehr positive Auswirkungen hat. Ich mache jetzt ein paar Tage Pause und werde dann mein Sportprogramm wieder aufnehmen. Vielleicht mache ich nächstes Jahr wieder eine Fahrradtour. Vielleicht nicht ganz so lang, aber wer weiss. Ich muss mal mit meiner Partnerin reden...

Fotos der Ankunft finden Sie hier.

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