Lunea Blog

21.02.2011   Ramona

Ferienbericht Neuseeland – Thailand – Dubai; Ein Bericht über unsere 8-wöchige Reise

Erwartungsvoll und mit grosser Freude starteten mein Freund und ich zu unserer lang ersehnten Reise. Wir waren kaum nervös und hatten auch keine Bedenken, dass irgendetwas schief gehen könnte. Koffer packen ist keines meiner Hobbies, doch vorneweg, ich hatte doch zuviel eingepackt. Unsere Koffer wogen etwa 22 kg. Weniger Kilos tun es auch, so hat man weniger Ballast, den man mit sich herumtragen muss.
Die Medikamente kamen natürlich ins Handgepäck. An den verschiedenen Flughäfen hatte ich keine Probleme. Ca. 3 Monate vor meiner Abreise habe ich auf den elektronischen Autoinjektor gewechselt. Der Grund war, dass ich dann eine Ampulle für eine Woche habe und nicht 3 Fertigspritzen und somit ein bisschen Platz sparen konnte.
Der Flug nach Neuseeland dauerte ca. 24 Stunden. Es war ein anstrengender Flug, aber durchaus zu überleben. Das einzige was blieb war ein Jetlag, ansonsten aber hatte ich keine Beschwerden.
In Auckland hatten wir 3 tolle Wochen. Wir gingen zur Schule, hatten unser Apartment und haben schnell wieder einen Rhythmus gefunden. Wir gingen oft joggen, probierten die vielfältige Küche aus, schauten und staunten. Eines späten Abends sind wir sogar einen Halbmarathon gelaufen, nachdem wir uns beim Abendessen überschätzt haben. Eigentlich achte ich darauf, dass ich nicht vom einen Extrem ins andere gerate, aber mein Freund verleitet mich oft dazu. ☺ . Aber es ist alles gut gegangen.
Nach diesen 3 Wochen freuten wir uns auf die Natur und hatten das Stadtleben langsam satt. So holten wir unseren Campervan ab und fuhren los. Die Arbeitsteilung war so, dass mein Freund fuhr (Achtung Linksverkehr) und ich die Karten las. In Auckland bin ich schon mal gescheitert. Wir fanden kaum aus der Stadt raus. ☺
Auf der Nordinsel konnten wir nur noch 11 Tage bleiben, da wir die Fähre schon im Voraus gebucht hatten. Wir waren an wunderschönen Orten wie Russel, Rotorua, Taupo oder die Hahai Beach, wo mich jetzt Sehnsucht packt, wenn ich daran denke.
Mit unserem Camper hiess es Platz sparen, umbauen und Ordnung halten. Es war manchmal ein wenig umständlich, aber es hat uns beide nicht gestört. Man musste sich für diese Sachen einfach mehr Zeit nehmen. On the road hatten wir eine aufregende Zeit, hatten es uns toll eingerichtet und entdeckten unvergessliche Orte.
Nach 4 Wochen Camperleben, konnten wir uns zum Glück noch auf eine Woche Badeferien in Thailand freuen. Wir waren froh, das noch vor uns zu haben. Die Reise bis zum Ziel war jedoch äusserst anstrengend. Die Kurzfassung: 14 Stunden Flugzeit von Christchurch nach Bangkok. Ankunft mitten in der Nacht. 8 Stunden auf das Gepäck lauernd und auf den nächsten Flug wartend am Flughafen. Dann 1.5 Stunden Flug nach Krabi. Von Krabi zuerst mit dem Bus, dann mit dem Schiff und zuletzt noch mit dem Taxi nach Koh Lanta. Die Schiffstour allein dauerte nochmals 2 Stunden. Wir sind dann aber glücklich in einem wunderschönen Hotel angekommen. Wir genossen es, 7 Tage am gleichen Ort zu sein. Natürlich wurde es uns auch in diesem Hotel nicht langweilig: Ich machte erste Schwimmversuche im Kraulen. Wir liefen ins Dörfchen, badeten, joggten, spielten und assen sehr gut. Es war sehr heiss auf Koh Lanta, aber irgendwie habe ich die Hitze gut ertragen und wunderte mich sogar übers Joggen. Normalerweise gehe ich bei warmem Wetter nur ungern joggen. Auch in Neuseeland war das Wetter sehr optimal. Wenn die Sonne schien, wurden zwar unsere Nasen innert Kürze zu Rudolfen (Rudolph the Red-Nosed Reindeer), aber die Temperaturen waren angenehm und z. T. war es auch sehr windig.
In Dubai hatten wir unseren letzen, kurzen Stopp. Wir bewegten uns hauptsächlich mit der Metro und zu Fuss. Der Taxifahrer, der uns vom Flughafen zum Hotel brachte, hatte uns übers Ohr gehauen. So mieden wir die Taxifahrer, was dann aber fast zu unserem Verhängnis wurde, denn wir waren so weit gelaufen, dass unsere Bewegungsapparate fast nicht mehr mitmachten. Da wir über Nacht flogen und ich eigentlich hätte spritzen sollen, habe ich trotzdem diese Dosis einmal ausgelassen. Am nächsten Tag war ich zu müde und war froh, die Medikamente einmal ausgelassen zu haben. Was einem natürlich beim nächsten Mal nicht zugute kommt, da ja die Nebenwirkungen wieder stärker werden. Mein Körper merkt, wenn er das Medikament nicht in gewohnten Abständen bekommt. Also bei mir Montag, Mittwoch, Freitag. Ich habe dann Kopfweh oder kurze Taubheitsgefühle auf der Haut. Ich finde das sehr ergreifend, wie abhängig der Körper vom Medikament ist.
Mein Fazit: Diese Reise war Balsam für die Seele. Als ich in Thailand an der Bar unseren letzten, frisch gemachten Fruchtjuice trank und auf das Meer blickte, war ich so erfüllt von allen Eindrücken und irgendwie allwissend. Ich finde, alle sollten sich ein paar Scheine zur Seite legen und diese für das Reisen ausgeben. Obwohl es anstrengend war, hat es mir sehr gut getan. Es ist hoffnungsvoll und beruhigend, überall auf der Welt so nette, hilfsbereite und gastfreundliche Menschen zu treffen. Wir freuten uns in der Ferne auf das Leben, das wir zu Hause haben, und uns wurde deutlich, dass wir uns sehr glücklich schätzen können. Dazu muss ich noch sagen, dass mein Freund der beste Reisepartner ist, denn ich mir vorstellen kann. Wir konnten unsere Reise ohne Krawall geniessen. Und ausserdem habe ich mich gegen Schluss, zu einer guten Kartenleserin entwickelt. ☺

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