Lunea Blog

20.06.2011   Nathalie

Stress und MS passen nicht gut zusammen…

Und man weiss es eigentlich schon länger. Ich spreche vom heutigen Modewort Stress, hervorgerufen von einer Welt, in welcher nur die Leistung zählt. Wenn man der Bedeutung dieses simplen Wortes nachgeht, erfährt man, dass Stress sowohl eine Reaktion des Körpers auf Spannungen als auch eine Verteidigung gegen Angriffe auf das persönliche Umfeld ist. Neutral gesehen ist Stress etwas Positives (auf Englisch Eustress), als Schutz und Reaktion auf eine schwierige oder potenziell gefährliche Situation. Das Herz schlägt schneller, die Atmung wird verstärkt, sowohl die Konzentration als auch die Reaktion sind auf dem höchsten Level. Wenn sich dann die Situation der Bedrohung oder des Konflikts auflöst, folgt eine Phase der Entspannung.

Aber es kann passieren, dass uns die Situation entgleitet und der Stress überhand nimmt, weil es entweder keinen Ausweg aus einer Situation gibt oder aber – typischerweise – im Fall einer Krankheit. Seien wir uns bewusst: Es gibt externen Stress auslösende Faktoren wie Veränderungen der Lebensumstände (Trauer, Umzug, Geburt, Scheidung...) sowie weitere Unannehmlichkeiten. Internen Stress können aber auch andere Faktoren auslösen wie intensive Freude oder Leid, Schmerzen, Erkrankung oder eben lang andauernde Krankheiten wie die MS... Unter solchen Umständen findet man nicht immer eine gute Lösung und man gerät in den Strudel von negativem Stress (Disstress). Noch schlimmer ist es, wenn der Stress chronisch wird: So ein Zustand kann das eigene Immunsystem schwächen und bis zur Erkrankung führen. Es ist schwierig, diesen Teufelskreis zu durchbrechen, man fühlt sich wie die Katze, die sich in den eigenen Schwanz beisst...

Glücklicherweise ist Stress nicht eine gegebene Tatsache. Es gibt eine Vielzahl von Techniken im Umgang damit. Einige davon finden Sie in der Lunea-Rubrik «Balance – Entspannung»(: http://www.lunea.ch/de/balance/entspannung/)
Persönlich habe ich so meine eigenen Tricks. Ich möchte diese gerne mit Ihnen teilen, gerade weil gewisse Techniken sehr einfach in den Alltag integriert werden können. Ich versuche, im Rahmen des Möglichen in einem positiven mentalen Zustand zu bleiben und jeweils ein NEIN in ein JA zu verwandeln. Sicher, das ist nicht immer ganz einfach! Doch ich versuche einfach, negative Ausdrücke wie «schlecht», «unmöglich», «ich kann nicht» etc. zu vermeiden. Zum Beispiel verwandle ich die Haltung «Ich kann in dieser Situation nichts machen» in ein «Ich mache es nach bestem Wissen und Gewissen». Dies ist ein psychologischer Trick, aber er wirkt, die Welt färbt sich gleich rosa ;-).

Ein weiteres einfaches Mittel, um den Stress zu bekämpfen, ist die Methode, sich regelmässig Momente für Angenehmes zuzugestehen. Versuchen Sie sich wenigstens einmal täglich etwas zu gönnen, was Sie sehr gerne tun (Lesen, Musik hören, mit Ihren Freunden telefonieren...). Sie werden erstaunt sein, um wie viel entspannter Sie sich am Ende des Tages fühlen werden.

Machen Sie auch Gebrauch von Entspannungstechniken wie Meditation, Tai-Chi, Sophrologie, autogenem Training, Yoga... Diese Techniken reduzieren Stress auf natürliche Art und Weise sowie ohne Nebenwirkungen, sofern sie unter Anleitung eines erfahrenen und kompetenten Therapeuten ausgeführt werden.

Seit 20 Jahren praktiziere ich nun die Sophrologie mehr oder weniger regelmässig. Diese Technik hilft mir, meinen körperlichen Zustand im Gleichgewicht zu halten, insbesondere in schwierigen Situationen.

Die Sophrologie reduziert meine Ängste und Spannungen wesentlich. Diese Methode basiert auf der Selbsthypnose und wurde vom kolumbianischen Arzt A. Caycedo in den Sechzigerjahren entwickelt. Sie besteht hauptsächlich aus mentalen und daneben auch aus körperlichen Übungen, die überall und zu jeder Zeit ausgeübt werden können. Die Sophrologie wurde speziell konzipiert, um Positives zu stärken, das Individuum im Jetzt zu verankern (Carpe Diem!) und um Stress abzubauen. Welch tolle Konzeption ;-)! Und glauben Sie mir: Es funktioniert! Es fühlt sich an wie ein Moment im Paradies, und dies ganz ohne Alkohol oder Drogen! Wohlgemerkt: Wie alle anderen Entspannungstechniken braucht auch die Sophrologie einige Übung. Viele Menschen praktizieren diese spezielle Technik in Einzel- oder Gruppenkursen, um sie zu erlernen und auszuüben. Hier finden Sie weiterführende Informationen darüber: http://www.sophro.ch/

Ich wünsche Ihnen einen wunderbaren Tag voller Freude und Entspannung.
Nathalie

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