Lunea Blog

27.09.2012   Nathalie

Wenn die Musik gut tut…

Musik ist nicht nur gemacht, um gehört zu werden; sie bewirkt viel mehr als das. Sie vermittelt Töne und Klänge und darüber hinaus auch Emotionen, und zwar diejenigen des Komponisten als auch die des Interpreten. Und wie steht es erst um die Person, die der Musik zuhört?

"Wir fühlen uns innerlich verändert, wenn wir Musik hören»… das sind die Worte von Aristoteles! Die Musik existiert seit Anbeginn der Zeit. Schon die Neandertaler fabrizierten Flöten aus Knochen um in den Höhlen zu tanzen. Musik ist allgegenwärtig: in den Filmen, um der Geschichte die notwendige dramatische Stimmung zu verleihen, im Supermarkt, wo die Konsumenten mit einkaufsfördernder Stimmungsmusik berieselt werden, an Festen … Einfach überall! Aber, wie wäre eine Welt ohne Musik? Bestimmt viel weniger farbenreich!

Musik wirkt auch auf unsere Gesundheit. Natürlich kann das Hören von «zu lauter» Musik unser Trommelfell beschädigen. Doch es genügt, die Lautstärke etwas herunter zu drehen, um zu fühlen, wie sehr uns die Musik, die wir lieben, in eine andere Welt «transportiert». Sie wirkt sowohl auf den Körper wie auch auf den Geist. Musik ist eine Welle, die mit unserem Organismus, insbesondere mit unserem Nervensystem, in Resonanz tritt und uns beruhigt oder stimuliert. Gemäss japanischen Forschern soll Musik die Produktion von Dopamin, dem Glückshormon, anregen.

Es scheint auch so zu sein, dass jede Musikrichtung eine andere Wirkung hat. Selbstverständlich ist diese Wirkung auch von anderen Umständen abhängig (Ort, Bereitschaft zuzuhören, psychische und körperliche Verfassung, Interpreten…). Klassische Musik soll gut für die Konzentration und das Gedächtnis sein, Barockmusik anregend bei intellektuellen Arbeiten, Jazz stärkend für den Organismus… Heavy Metal, Punk und Grunge werden generell sehr laut gehört und sollen eine direkte Auswirkung auf unseren Organismus haben, indem sie unsere Herzfrequenz erhöhen. Gregorianischer Gesang, der auf dem Atemrhythmus basiert, soll ideal sein, um Stress abzubauen. Schliesslich gibt es keine guten oder schlechten Musikstile, wichtig sind der Rhythmus und das, was man daraus macht oder was man damit bewirken möchte.

Musik besänftigt die Gemüter, das ist wohl bekannt und darauf baut auch die Musiktherapie1 .
Sie wird oft ergänzend zur Psychotherapie eingesetzt, wobei die heilenden Eigenschaften der Musik die Therapie unterstützen. Sie zielt darauf, «das psychische und körperliche Wohlbefinden des Individuums zu verbessern». Also Wohlbefinden durch Musik.
Man kennt in der Musiktherapie zwei Ansätze:
Einen «aktiven» Ansatz, der den Selbstausdruck fördert (singen, ein Musikinstrument spielen…) und den sogenannten «rezeptiven» Ansatz (Musik hören).

Persönlich kann ich sagen, dass mir Musik gut tut. Sie erlaubt es mir zu entspannen, sie gibt mir gute Laune. Die Musik begleitet mich in meinem Leben.
Im Grunde genommen glaube ich, dass ich ohne Musik gar nicht mehr leben könnte. Die Welt würde zu viel an Farben verlieren.
Musik tut der Seele gut, weil sie unsere empfindlichsten Stellen berührt. Sie vermittelt uns Emotionen, Empfindungen. Kurz, sie bringt unsere Seele zum Klingen.
Und schliesslich gibt es nur einen Weg, um die Wirkung der Musik zu erleben: Musik zu hören!

1 Zurzeit wird der Beruf des Musiktherapeuten/der Musiktherapeutin in der Schweiz (und in den anderen Ländern Europas allgemein) noch nicht anerkannt. Wenn Sie sich für diese Technik interessieren, empfehle ich Ihnen, sich mit der Schweizerischen Berufsvereinigung der Musiktherapeuten ASMT in Verbindung zu setzen.

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