Lunea Blog

24.04.2013   Christian Rusterholz

Wieder ist ein Jahr vorbei... und die Tour 2013 rückt näher

Nach den letztjährigen Touren (2010: Dänemark – Zürich, 2011: Amsterdam – Zürich, 2012: Frankfurt – Zürich) war sich das Team von «Grenzen überschreiten» einig, dass es auch im 2013 eine Fortsetzung geben wird. Schnell war unserem Kernteam klar, dass die Tour von 2013 wieder in Frankfurt am Main starten und traditionsgemäss am Pfingstsonntag in Zürich Wollishofen bei der KIBAG enden wird. Den Start haben wir bewusst so gewählt, um unsere treuen Freunde am Main in die Tour einbinden zu können. So bildet dann auch eine Stadtrundfahrt in Frankfurt den Startschuss für die diesjährige Tour.

Die darauf folgenden 5 Tage werden wir dem Rhein bis Offenburg folgen und als Novum mit der Bahn von Offenburg nach Bern übersetzen, wo es im Anschluss wieder mit Velo und Inlineskates durch das Schweizer Mittelland nach Zürich geht. Bei der KIBAG werden wir auf die überschrittenen Grenzen 2013 bei einem Apéro anstossen.

Wie schon im letzten Jahr fahren wir wiederum zugunsten der Stiftung «Kliniken Valens». Der gesamte Spendenerlös (siehe auch http://www.grenzen-überschreiten.ch/2013/Sponsoring.html) wird entsprechend der Statuten nur für MS-Patienten eingesetzt, deren Krankenkassen notwendige Therapien nicht übernehmen und die sich nicht in der finanziellen Lage befinden, diese aus eigener Tasche zu bezahlen.

Als absolutes Highlight der Tour 2013 werden an MS-Erkrankte Teilnehmer an einer, von den Kliniken Valens lancierten Studie teilnehmen. Darin soll aufgezeigt werden, wie sich eine körperliche Langzeitbelastung bei MS-Patienten auf deren körperliche Verfassung auswirkt. Vor, während und nach der Tour, werden von einem Sporttherapeuten Kraftmessungen und Leistungsdaten erfasst und ausgewertet. Wir sind alle auf die Resultate gespannt.

Doch wie ist es mir nach der letztjährigen Tour ergangen? Nach einer Woche Erholungspause, blieb ich - anders als in den vergangenen Jahren - aktiv und war oft auf dem Fahrrad anzutreffen, bis mich im Oktober ein kleiner Schub, bei dem sich mein Gangbild zunehmend verschlechterte, vom Fahrrad holte. Wenn ich mich doch zusammenraufte, um Sport zu treiben, fehlten mir oft Motivation und Kondition.

Auf eine Empfehlung hin begab ich mich auf eine Badekur in Banjia Trepca, Serbien. 12 Tage Baden und intensive Physiotherapie liessen mich erholt und mit neuen Kräften im November zurückkehren. Leider war die Nachhaltigkeit nur geringfügig. Eine starke Grippe an Weihnachten und ein weiterer Schub beförderten mich ins Krankenhaus und in den Rollstuhl. Um letzteren wieder los zu werden, schliesslich gebe ich so schnell nicht auf, trainierte ich wie ein Besessener und die ersten Erfolge zeichneten sich ab. So konnte ich dann auch meine Reha in Valens im Januar 2013 ohne Rollstuhl antreten. Die dreiwöchige Kur war hart. Das Ärzte- und Therapeutenteam hatte mir ein sehr anstrengendes aber umfassendes und wirkungsvolles Programm zusammengestellt. Dies beinhaltete auch eine Studie an der Kletterwand und ich genoss das Erfolgserlebnis wieder einmal den Gipfel erreicht zu haben, auch wenn es nur 7 Meter waren.

Nach der Reha war die Basis gelegt und seit dem nutze ich diese Grundlage um weiter aufzubauen und die letzten Wochen effizient zu nutzen.
So rolle ich nun – sitze ich einmal auf dem Fahrrad – tadellos. Wenn nur das Auf- und Absteigen nicht wäre. Die Klickpedale helfen mir mein schwaches rechtes Bein zu führen. So muss ich halt mit Links etwas mehr leisten. Nach den Ausfahrten, sofern dieser lange Winter eine Ausfahrt erlaubt, bin ich jeweils dermassen erschöpft, dass mir die Kraft fehlt elegant vom Rad zu steigen. Ich meistere jedoch die Herausforderung nicht auf die Nase zu fallen mit jeder Ausfahrt besser.

Die Vorfreude ist gross und wir freuen uns auf alle Begleiter, sei es auf dem Fahrrad oder den Inlineskates, auf der gesamten Tour oder nur auf einer oder mehreren Etappen. Jeder ist herzlich Willkommen! Auf unserer Homepage www.grenzen-überschreiten.ch, die während der Tour täglich aktualisiert wird, finden Sie detaillierte Informationen zur Tour, den Etappen und es bietet sich Ihnen gleichzeitig die Möglichkeit uns virtuell zu begleiten.

Dabei sein ist alles! Gemeinsam gegen MS!

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