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18.06.2013   Andrea

In die Schranken gewiesen

Da ich viel Zeit brauchte, mich mit anderen Dingen zu beschäftigen, habe ich seit längerem nicht mehr geschrieben. Ich wollte mich nicht mit der MS befassen. Die letzten paar Wochen benötigte ich meine ganze Konzentration für den Umzug (28. Mai 2013) und dessen Planung.

Jetzt sind wir drin – in unserem Häuschen. Noch immer haben wir natürlich allerhand zu tun und wollen alles am liebsten sofort erledigen. Sei es den Garten nach unseren Vorstellungen umzugestalten oder die noch fehlenden Leisten des tollen Laminats zu montieren usw. Wenn ich könnte, würde ich alles miteinander erledigen ;-). Aber da gibt es jemanden, den das wohl etwas stört und der mir regelmässig «drein pfuscht». Während des Umzuges und der Renovation des Hauses musste ich oftmals einkassieren und wurde regelmässig von der MS in die Schranken gewiesen, mit bleibender Erschöpfung – aber es ging eigentlich noch «rächt» gut. Nach dem Umzug allerdings kriegte ich von ihr eins auf den Deckel. Meine Zungenspitze, der vordere Teil des Gaumens und die Oberlippe kribbeln nun seit bald 2 Wochen. Die Müdigkeit zeigt sich im Moment auch ziemlich von ihrer hartnäckigen und anhänglichen Seite und lässt mich dadurch viel mehr pausieren, als ich will.

Sicher, mir geht es im Vergleich zu vielen anderen Betroffenen sagenhaft gut und ich kassiere bisher nur Bonsaischübe – trotz meiner eigentlich aggressiv diagnostizierten MS. Trotzdem – ich mag es nicht, wenn ich in die Schranken gewiesen werde. Aber es ist wohl nötig, denn ab und zu vergesse ich fast, dass ich krank bin.

Jetzt mit dem kleinen Garten kann ich endlich wieder werkeln und so viel wie möglich mit meiner Familie im Garten sitzen und mir die Sonne auf den Bauch scheinen lassen ;-). Die Arbeit im Garten ist nebst meiner beruflichen Tätigkeit eine meiner liebsten Beschäftigungen, welche ich in den vergangenen acht Jahren aufgrund des fehlenden Gartens nicht mehr nachgehen konnte. Klar, dass ich jetzt am liebsten stundenlang im Dreck wühlen und Blumen pflanzen möchte. Auch wenn ich keine gläubige Christin bin, bitte ich doch – lass es mich so lange wie nur möglich ausleben und geniessen können. In die Schranken weisen, lasse ich mich danach noch so gerne.

 

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