Lunea Blog

27.09.2012
von Nathalie

Wenn die Musik gut tut…

Musik ist nicht nur gemacht, um gehört zu werden; sie bewirkt viel mehr als das. Sie vermittelt Töne und Klänge und darüber hinaus auch Emotionen, und zwar diejenigen des Komponisten als auch die des Interpreten. Und wie steht es erst um die Person, die der Musik zuhört?

"Wir fühlen uns innerlich verändert, wenn wir Musik hören»… das sind die Worte von Aristoteles! Die Musik existiert seit Anbeginn der Zeit. Schon die Neandertaler fabrizierten Flöten aus Knochen um in den Höhlen zu tanzen. Musik ist allgegenwärtig: in den Filmen, um der Geschichte die notwendige dramatische Stimmung zu verleihen, im Supermarkt, wo die Konsumenten mit einkaufsfördernder Stimmungsmusik berieselt werden, an Festen … Einfach überall! Aber, wie wäre eine Welt ohne Musik? Bestimmt viel weniger farbenreich!

Musik wirkt auch auf unsere Gesundheit. Natürlich kann das Hören von «zu lauter» Musik unser Trommelfell beschädigen. Doch es genügt, die Lautstärke etwas herunter zu drehen, um zu fühlen, wie sehr uns die Musik, die wir lieben, in eine andere Welt «transportiert». Sie wirkt sowohl auf den Körper wie auch auf den Geist. Musik ist eine Welle, die mit unserem Organismus, insbesondere mit unserem Nervensystem, in Resonanz tritt und uns beruhigt oder stimuliert. Gemäss japanischen Forschern soll Musik die Produktion von Dopamin, dem Glückshormon, anregen.

Es scheint auch so zu sein, dass jede Musikrichtung eine andere Wirkung hat. Selbstverständlich ist diese Wirkung auch von anderen Umständen abhängig (Ort, Bereitschaft zuzuhören, psychische und körperliche Verfassung, Interpreten…). Klassische Musik soll gut für die Konzentration und das Gedächtnis sein, Barockmusik anregend bei intellektuellen Arbeiten, Jazz stärkend für den Organismus… Heavy Metal, Punk und Grunge werden generell sehr laut gehört und sollen eine direkte Auswirkung auf unseren Organismus haben, indem sie unsere Herzfrequenz erhöhen. Gregorianischer Gesang, der auf dem Atemrhythmus basiert, soll ideal sein, um Stress abzubauen. Schliesslich gibt es keine guten oder schlechten Musikstile, wichtig sind der Rhythmus und das, was man daraus macht oder was man damit bewirken möchte.

Musik besänftigt die Gemüter, das ist wohl bekannt und darauf baut auch die Musiktherapie1 .
Sie wird oft ergänzend zur Psychotherapie eingesetzt, wobei die heilenden Eigenschaften der Musik die Therapie unterstützen. Sie zielt darauf, «das psychische und körperliche Wohlbefinden des Individuums zu verbessern». Also Wohlbefinden durch Musik.
Man kennt in der Musiktherapie zwei Ansätze:
Einen «aktiven» Ansatz, der den Selbstausdruck fördert (singen, ein Musikinstrument spielen…) und den sogenannten «rezeptiven» Ansatz (Musik hören).

Persönlich kann ich sagen, dass mir Musik gut tut. Sie erlaubt es mir zu entspannen, sie gibt mir gute Laune. Die Musik begleitet mich in meinem Leben.
Im Grunde genommen glaube ich, dass ich ohne Musik gar nicht mehr leben könnte. Die Welt würde zu viel an Farben verlieren.
Musik tut der Seele gut, weil sie unsere empfindlichsten Stellen berührt. Sie vermittelt uns Emotionen, Empfindungen. Kurz, sie bringt unsere Seele zum Klingen.
Und schliesslich gibt es nur einen Weg, um die Wirkung der Musik zu erleben: Musik zu hören!

1 Zurzeit wird der Beruf des Musiktherapeuten/der Musiktherapeutin in der Schweiz (und in den anderen Ländern Europas allgemein) noch nicht anerkannt. Wenn Sie sich für diese Technik interessieren, empfehle ich Ihnen, sich mit der Schweizerischen Berufsvereinigung der Musiktherapeuten ASMT in Verbindung zu setzen.

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20.06.2011
von Nathalie

Stress und MS passen nicht gut zusammen…

Und man weiss es eigentlich schon länger. Ich spreche vom heutigen Modewort Stress, hervorgerufen von einer Welt, in welcher nur die Leistung zählt. Wenn man der Bedeutung dieses simplen Wortes nachgeht, erfährt man, dass Stress sowohl eine Reaktion des Körpers auf Spannungen als auch eine Verteidigung gegen Angriffe auf das persönliche Umfeld ist. Neutral gesehen ist Stress etwas Positives (auf Englisch Eustress), als Schutz und Reaktion auf eine schwierige oder potenziell gefährliche Situation. Das Herz schlägt schneller, die Atmung wird verstärkt, sowohl die Konzentration als auch die Reaktion sind auf dem höchsten Level. Wenn sich dann die Situation der Bedrohung oder des Konflikts auflöst, folgt eine Phase der Entspannung.

Aber es kann passieren, dass uns die Situation entgleitet und der Stress überhand nimmt, weil es entweder keinen Ausweg aus einer Situation gibt oder aber – typischerweise – im Fall einer Krankheit. Seien wir uns bewusst: Es gibt externen Stress auslösende Faktoren wie Veränderungen der Lebensumstände (Trauer, Umzug, Geburt, Scheidung...) sowie weitere Unannehmlichkeiten. Internen Stress können aber auch andere Faktoren auslösen wie intensive Freude oder Leid, Schmerzen, Erkrankung oder eben lang andauernde Krankheiten wie die MS... Unter solchen Umständen findet man nicht immer eine gute Lösung und man gerät in den Strudel von negativem Stress (Disstress). Noch schlimmer ist es, wenn der Stress chronisch wird: So ein Zustand kann das eigene Immunsystem schwächen und bis zur Erkrankung führen. Es ist schwierig, diesen Teufelskreis zu durchbrechen, man fühlt sich wie die Katze, die sich in den eigenen Schwanz beisst...

Glücklicherweise ist Stress nicht eine gegebene Tatsache. Es gibt eine Vielzahl von Techniken im Umgang damit. Einige davon finden Sie in der Lunea-Rubrik «Balance – Entspannung»(: http://www.lunea.ch/de/balance/entspannung/)
Persönlich habe ich so meine eigenen Tricks. Ich möchte diese gerne mit Ihnen teilen, gerade weil gewisse Techniken sehr einfach in den Alltag integriert werden können. Ich versuche, im Rahmen des Möglichen in einem positiven mentalen Zustand zu bleiben und jeweils ein NEIN in ein JA zu verwandeln. Sicher, das ist nicht immer ganz einfach! Doch ich versuche einfach, negative Ausdrücke wie «schlecht», «unmöglich», «ich kann nicht» etc. zu vermeiden. Zum Beispiel verwandle ich die Haltung «Ich kann in dieser Situation nichts machen» in ein «Ich mache es nach bestem Wissen und Gewissen». Dies ist ein psychologischer Trick, aber er wirkt, die Welt färbt sich gleich rosa ;-).

Ein weiteres einfaches Mittel, um den Stress zu bekämpfen, ist die Methode, sich regelmässig Momente für Angenehmes zuzugestehen. Versuchen Sie sich wenigstens einmal täglich etwas zu gönnen, was Sie sehr gerne tun (Lesen, Musik hören, mit Ihren Freunden telefonieren...). Sie werden erstaunt sein, um wie viel entspannter Sie sich am Ende des Tages fühlen werden.

Machen Sie auch Gebrauch von Entspannungstechniken wie Meditation, Tai-Chi, Sophrologie, autogenem Training, Yoga... Diese Techniken reduzieren Stress auf natürliche Art und Weise sowie ohne Nebenwirkungen, sofern sie unter Anleitung eines erfahrenen und kompetenten Therapeuten ausgeführt werden.

Seit 20 Jahren praktiziere ich nun die Sophrologie mehr oder weniger regelmässig. Diese Technik hilft mir, meinen körperlichen Zustand im Gleichgewicht zu halten, insbesondere in schwierigen Situationen.

Die Sophrologie reduziert meine Ängste und Spannungen wesentlich. Diese Methode basiert auf der Selbsthypnose und wurde vom kolumbianischen Arzt A. Caycedo in den Sechzigerjahren entwickelt. Sie besteht hauptsächlich aus mentalen und daneben auch aus körperlichen Übungen, die überall und zu jeder Zeit ausgeübt werden können. Die Sophrologie wurde speziell konzipiert, um Positives zu stärken, das Individuum im Jetzt zu verankern (Carpe Diem!) und um Stress abzubauen. Welch tolle Konzeption ;-)! Und glauben Sie mir: Es funktioniert! Es fühlt sich an wie ein Moment im Paradies, und dies ganz ohne Alkohol oder Drogen! Wohlgemerkt: Wie alle anderen Entspannungstechniken braucht auch die Sophrologie einige Übung. Viele Menschen praktizieren diese spezielle Technik in Einzel- oder Gruppenkursen, um sie zu erlernen und auszuüben. Hier finden Sie weiterführende Informationen darüber: http://www.sophro.ch/

Ich wünsche Ihnen einen wunderbaren Tag voller Freude und Entspannung.
Nathalie

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31.01.2011
von Nathalie

Kinderwunsch und MS, ein Lebenstraum?

Ich war 21, als die MS in mein Leben trat. Jung und voller Hoffnung stand ich mitten im Leben mit der Vorstellung, dass alles für mich möglich war. Durch die Diagnose hatte ich den Eindruck, beim Russischen Roulette verloren zu haben. Die Krankheit traf mich in der Blüte des Lebens auf grausame Art und Weise. Ich, eine junge, erwachsene Frau... war Betroffene wie viele andere auch... Nach einigen Monaten der Depression und der Fragen fühlte ich mich besser und beschloss, wieder fröhlich zu sein und dennoch normal zu leben.

Eines Tages begegnete ich dem Mann, den ich heiratete. Ganz selbstverständlich haben wir uns mit der Kinderfrage auseinandergesetzt. Viele Frauen haben den Wunsch, eine Familie zu gründen, ein Kind zu gebären, es zu lieben sowie mit aller Zärtlichkeit zu umsorgen. Auch ich wünschte Leben zu geben. Ich wollte dieses Glück nicht missen. Aber Eltern zu sein ist ein lebenslanges Engagement. Es ist die allergrösste Verantwortung, und ich muss eingestehen, das machte mir auch Angst.

Viele Fragen gingen mir durch den Kopf: Werde ich nach der Geburt meines Kindes einen Schub erleiden? Könnte mein Kind ebenfalls an der MS erkranken? Wird es mir möglich sein, für mein Kind zu sorgen?

Wer Antworten will, muss Fragen stellen. Darum habe ich meinen Neurologen befragt. Lange Zeit hatte er MS-betroffenen Frauen von einer Schwangerschaft abgeraten. Nach heutigen Erkenntnissen spricht aber nichts mehr gegen eine Schwangerschaft. Und die gute Nachricht: Eine Mehrheit der MS-betroffenen Frauen erleben eine normale, problemlose Schwangerschaft und gebären gesunde Babies.

Die Unvorhersehbarkeit der MS ist schwierig einzukalkulieren, das ist eine Tatsache! Aber sollten wir deshalb aufhören zu leben? Ich habe zwei wundervolle gesunde Kinder geboren. Ich kann für sie sorgen und sie aufziehen wie alle anderen Mütter auch. Glücklicherweise habe ich keinen Rückfall nach der Geburt meiner Kinder gehabt. Meine Tochter habe ich während sieben Monaten und meinen Sohn während drei Monaten gestillt. Nach dem Abstillen habe ich meine Behandlung ganz einfach wieder aufgenommen.

Kinder zu haben war ein Traum. Mein Wunsch ist Wirklichkeit geworden. Meine Kinder sind die Sonne meines Lebens. Sie helfen mir, vorwärts zu gehen und meine Angst beiseite zu schieben. Ich mag folgendes Zitat: „Lasst den Traum Euer Leben verschlingen, so dass das Leben nicht Euren Traum verschlingt.“ Le Petit Prince von Antoine de St-Exupéry, dem französischen Humanisten und Piloten.

Einem Kind das Leben zu schenken oder nicht ist eine sehr persönliche Frage. Die MS kann diese Entscheidung noch erschweren. Ich hoffe, dass meine Lebensgeschichte Frauen hilft, sich zu entscheiden. Aber es ist auf jeden Fall wichtig, mit dem betreuenden Arzt darüber zu sprechen und ebenfalls mit seinem Lebenspartner, in einer offenen Art und Weise, ohne Tabus. Lassen Sie sich nicht von der MS Ihre Träume durchkreuzen!

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10.12.2010
von Nathalie

Der Therapie treu bleiben

„Therapietreue: Die Bereitschaft des Patienten, sich gegen die Erkrankung zur Wehr zu setzen und das Interesse an der Therapie nicht zu verlieren.“

Eine unbehandelte Multiple Sklerose kann unsere Lebensqualität und unsere Selbständigkeit beeinträchtigen. Und dennoch ist die strenge Einhaltung der Therapie nicht selbstverständlich. Und natürlich hoffen wir alle, dass die Therapie nicht zwangsläufig lebenslänglich zu absolvieren ist, denn vielleicht wird ja bald DIE Wunderpille gefunden. Es funktioniert nicht, sich ein normales Leben vorzumachen, wenn man zwei- bis dreimal pro Jahr zum Neurologen muss. Es geht nicht, sich vorzumachen, fröhlich voran zu kommen, während man Krisen erleidet und belastenden Nebenwirkungen der Medikamenteneinnahme die Stirn bieten muss.

Ich bin seit 16 Jahren in Behandlung. Während meinen beiden Schwangerschaften habe ich jeweils eine Pause gemacht. Einer Behandlung zu folgen war für mich eine Selbstverständlichkeit. Durch die beiden Unterbrechungen bekam ich jedoch Zweifel. Es geschah, dass ich genug davon hatte, mir Spritzen zu geben. Ich habe die Behandlung unterbrochen, Ferien genommen und bei der Wiederaufnahme der Injektionen erneut unter den grippalen Nebenwirkungen gelitten,... sehr unangenehm! ;-).

Therapietreue ist eine richtige Herausforderung. Ich mache mir jeweils selbst Mut, und dieser Mut sollte auf einer sicheren Basis beruhen, nämlich auf den drei Säulen Wissen, Wollen und Können.

Ich bin davon überzeugt, dass es wichtig ist, die MS als Krankheit gut zu kennen, gut informiert zu sein über ihren Verlauf, über ihre Auswirkungen, aber auch über mögliche Behandlungen. Und deshalb ist das therapeutische Wissen von grosser Bedeutung. TherapiebegleiterInnen und andere Betreuende wie Psychologen und PhysiotherapeutInnen helfen uns, im Laufe der Zeit den Zugang zu unserer Krankheit zu finden.

Sich einer langwierigen Behandlung zu unterziehen aufgrund einer chronischen Krankheit, ohne nachzulassen, ist keine einfache Angelegenheit. Weit gefehlt! Es braucht Willensstärke, um während Jahren, sprich für den Rest des Lebens, einer strengen Therapie zu folgen: Das ist verpflichtend, vor allem, wenn man auch die eventuellen Nebenwirkungen berücksichtigen muss. Man sollte „am Ball bleiben“ und nicht aufhören, auf seine Gesundheit zu achten. Damit das so bleibt, brauchen wir Unterstützung von unserer Familie, von unseren Freunden und den Betreuenden, um zu verhindern, dass das Befinden durch den Verlauf der Krankheit beeinträchtigt wird.

Man injiziert sich keine Substanz wie man ein Aspirin schluckt. Die Behandlung beinhaltet oft eine Einschränkung der Lebensgewohnheiten. Im Alltag heisst das, die Injektions-Packungen in einer Ecke des Kühlschranks zu deponieren… und vor allem nicht zu vergessen, diese regelmässig zu nehmen. Daran muss man sich zuerst einmal gewöhnen! Persönlich haben mir die Ratschläge der Betreuenden sehr geholfen. Ich habe im Alltag Tips der Fachleute wie z.B. die Benutzung des Coldpacks für den Transport verwendet, aber auch andere Ratschläge in die Tat umgesetzt, z.B. bei allzu starker Körperhitze … Ich habe meine Selbsthilfefähigkeiten ausgebaut, z.B. habe ich besser gelernt, mich meinen Problemen zu stellen.

Die Therapietreue ist eine tägliche Herausforderung, ein Kampf, welcher nicht alleine geführt werden sollte. Zwei Schultern sind nicht genug! Gerne diskutiere ich das mit Ihnen.

Und wenn Sie Anregungen, Tricks und Erfahrungen in allen Belangen haben, teilen Sie diese doch auf dem Blog mit.

Einen schönen Tag und bis bald.
Nathalie

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12.08.2010
von Nathalie

Wie man sich das Leben vereinfachen kann...

Alltagsstress, Krankheitsstress, Ferienstress... Kein Wunder bringt uns dieses Tempo zuweilen an unsere Grenzen. Schon Konfuzius erkannte: «Das Leben ist einfach, aber wir bestehen darauf, es kompliziert zu machen.» Hut ab vor diesem Meister der Weisheit, der uns Menschen schon vor 2500 Jahren durchschaut hat... Wie aber kann man sich das Leben vereinfachen und sich auf das Wesentliche im Leben konzentrieren? Beim Surfen im Internet bin ich auf die Listen-Methode gestossen. Es geht dabei nicht um Einkaufslisten oder To-do-Listen – wir wissen schliesslich alle wie diese funktionieren – sondern darum, eine bewusste Auswahl zu treffen. Indem man sich auf das Wesentliche besinnt, nimmt man sein Leben wieder in die Hände. Beispiele gefällig?

Die «Lächel»-Liste
Auf ihr notiert man seine Lieblingszitate, die kleinen Freuden des Lebens oder geheime Wünsche; all die Dinge, die man mal noch erleben will, von der Traumreise bis zum Kochkurs, den man schon lange besuchen möchte. Das ist purer Seelenbalsam und zaubert einem ein Lächeln ins Gesicht.

Die «Dinge, die man nicht in seinem Leben will»-Liste
Auf der linken Seite des Papiers notiert man alle diejenigen Handlungen, die man irgendwann mal ausgeführt und dann bereut hat. Auf die rechte Seite kommt das, was man heute in derselben Situation machen würde. Es können aber auch Dinge notiert werden, auf die man keinerlei Einfluss hat; Personen, die man eigentlich meiden möchte, Zeit, die man für Belanglosigkeiten vergeudet hat.

Haben Sie manchmal das Gefühl, dass das Leben an Ihnen vorbeizieht? Dann versuchen Sie die Listen-Methode. Es ist eine grossartige Möglichkeit, sich aufs Wesentliche zu besinnen und sich von unnötigem Ballast zu trennen. Klar, man kann sich mit Schreiben nicht einfach von allem entledigen. Doch seine Ideen zu Papier zu bringen, befreit den Geist und hilft dabei, mental einen ersten kleinen Schritt vorwärts zu machen.

Ich wünsche Ihnen allen einen wunderschönen Spätsommer!

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23.06.2010
von Nathalie

Gesundheit beginnt im Teller...

Kürzlich habe ich im Fernsehen eine interessante Sendung über Ernährung und ihre Wirkung auf unser Immunsystem gesehen: Wussten Sie, dass unser Magen-Darm-Trakt das Organ mit dem grössten Oberflächenkontakt zu seiner Umgebung ist und damit die erste Barriere des Immunsystems darstellt? Essen wir zu unausgewogen, wird dadurch unsere Darmflora geschwächt und den schädlichen Bakterien stehen Tür und Tor offen. Man könnte sagen: Ungesunde Ernährung ist der Königsweg zu einer Entzündung…
Lassen wir doch den gesunden Menschenverstand walten: etwas weniger schädliche fast food Fette, etwas mehr wertvolle Omega-3-Fettsäuren. Allzu schwierig ist es nicht. Leinenöl, Wallnussöl (das im Salat übrigens herrlich schmeckt), Weizen-, Soja- und natürlich Rapskörner sind voll von Omega-3-Fettsäuren. Mit mehr Früchten, Gemüse und Vollkornprodukten können wir unsere persönliche Nahrungsmittelpyramide zusätzlich optimieren und für ein gesundes Gleichgewicht auf unserem Teller sorgen.
Wesentlich erscheint es mir vor allem, Gefallen am gesunden Essen zu finden. Vor einigen Wochen habe ich beschlossen eine kleine Diät zu machen – mit dem Hintergedanken dereinst vielleicht wieder in meinen Badeanzug zu passen. Auch wenn das Wetter im Moment nicht danach aussieht – die Hoffnung, bald ausgiebig Sonne zu tanken, bleibt. Leider ist da mein kleiner Schwachpunkt: Ich bin eine grosse Schlemmerin! Verzicht zu leisten und mich von trockenem Brot und Wasser zu ernähren, kommt nicht in Frage. Ich habe also einige einfache Rezepte für leichte, vor allem aber schmackhafte und gesunde Gerichte hervorgegraben und – ich schlemme!
Es war mir gerade danach, Ihnen in diesen paar Zeilen meine persönlichen Gesundheitsrezepte weiterzugeben. Gerne möchte ich Sie die Smoothies probieren lassen, die ich zusammen mit meinen Kindern geniesse, ein Poulet mit Ziegenkäse oder meine Lachsterrine, die sich erstaunlich einfach zubereiten lässt. Sie finden die entsprechenden Rezepte auf Lunea unter der Rubrik Ernährung.
Und nun, meine Lieben, wende ich mich wieder dem aktuellen Weltgeschehen – sprich König Fussball – zu und stibitze dabei von Zeit zu Zeit etwas aus meinem Sack … Trockenfrüchte. Bis bald und : Hopp Schwiiz!

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05.05.2010
von Nathalie

Sport ist gut fürs Hirn

Sport ist gesund – auch fürs Gehirn. Ruchika Shaurya Prakash, Assistenzprofessorin für Psychologie an der Ohio State University1 leitete die Studie, die es nun bestätigt: Sport schützt das Gehirn von MS-Betroffenen. Die Studienteilnehmer mussten sich diversen physischen und kognitiven Tests unterziehen. Dabei zeigte sich, dass die sportlichen Personen Informationen schneller verarbeiten. Im Klartext heisst das: Sie weisen bessere Leistungen in den Bereichen Wahrnehmung, Sprache, Gedächtnis, Erinnerung und Argumentation auf.

Dieses Resultat spiegelt sich auch in den MRT-Bildern der entsprechenden Personen: Die sportlich Aktiven verfügen über eine grössere Masse an grauer Substanz (welche die Nerven-Zellkörper enthält). Gleichzeitig ist bei ihnen die Schädigung der weissen Materie (welche die Fortsätze der Nervenzellen enthält) weniger stark ausgeprägt. Dazu Prakash: «Wir haben bemerkt, dass Sport eine schützende Wirkung auf diejenigen Gehirnpartien ausübt, welche von MS am meisten betroffen sind. Betroffene, die einen Sport ausüben, weisen weniger Schädigungen auf, als Patienten, die sich sportlich nicht betätigen.»

Allgemein gilt: Wer sich in seinem Alltag allzu häuslich eingerichtet hat, erhöht das Risiko für diverse Beschwerden wie Übergewicht, Diabetes, zu hoher Cholesterinwert, Erkrankungen der Herzkranzgefässe etc. Bewegung ist ein wesentlicher Aspekt, wenn es um die Gesundheit und das persönliche Wohlbefinden geht. Je aktiver man ist, umso fitter und glücklicher fühlt man sich im Alltag. Vielleicht haben Sie das auch schon bemerkt? Zudem verbessert Sport das Selbstvertrauen: Ein Ziel zu erreichen oder sich einer Herausforderung zu stellen, trägt zur Wertschätzung sich selbst gegenüber bei.

Die Botschaft dürfte inzwischen wohl rübergekommen sein: Treiben Sie Sport! Auch wenn es bloss 15 Minuten am Tag sind. Aber Achtung: Es geht nicht darum, sich kopflos in irgendetwas zu stürzen. Es ist entscheidend, eine Sportart und eine Intensität zu wählen, die den eigenen Kapazitäten entsprechen. Wenn Sie bisher gar keine sportlichen Aktivitäten ausgeübt haben, ist es wohl das Beste, Ihren Arzt zu konsultieren, bevor Sie damit beginnen. Allerdings sollten Sie für sportliche Aktivitäten die heissesten Tageszeiten meiden - siehe dazu auch die Lunea Tipps.

Wenn Sie einige Grundsätze beachten, kann Sport ein echtes Plus an Lebensqualität bedeuten und sekundären Komplikationen vorbeugen. Lesen Sie zu diesem Thema doch die Rubrik Bewegung und Sport.

Der Frühling ist da: Nutzen Sie die Gelegenheit, um neue Vorsätze zu fassen –
und auch auszuführen. Tschüss!

1 Die Studie, die zusammen mit R. Motl und A. Kramer von der Universität Illinois sowie mit E. Snook von der Universität Massachusetts durchgeführt wurde, erscheint online in der Zeitschrift Brain Research und wird demnächst in einer gedruckten Version publiziert.

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30.03.2010
von Nathalie

Frühlingsversprechen

Ich liebe den Frühling!!! Der Winternebel verzieht sich nach und nach, die Tage werden länger, das Licht heller, die Vögel singen – all das tut uns unglaublich gut. Bei den Kanarienvögeln sollen im Frühling gar neue Nervenzellen wachsen... Aber das ist eine andere Geschichte. In dieser allgemeinen Aufbruchstimmung stosse ich auf E=M6, ein Magazin mit populärwissenschaftlichem Inhalt des französischen Fernsehsenders M6. Die Sendung heisst «Es ist Frühling – machen Sie einen positiven Neuanfang!». Sie handelt vom Frühling, aber auch vom Glück und von Strategien, um eine positive Einstellung zu behalten.
 
Ich versuche, die Sendung – wenn auch etwas subjektiv – in den Grundzügen für Euch zusammenzufassen. Habt Ihr schon vom Experiment gehört, bei dem man zwei verschiedene Personengruppen auffordert, sich einen Zeichentrickfilm anzusehen und diesen zu bewerten? Die eine Gruppe hält einen Schreibstift zwischen den Zähnen (damit werden die Lachmuskeln aktiviert), die andere zwischen den Lippen (damit wird der Muskelapparat der Traurigkeit aktiviert). Nicht ganz überraschend fand die Gruppe, welche den Schreibstift zwischen den Zähnen hielt, den Film viel amüsanter als die andere Gruppe. Das bedeutet, dass der Gesichtsausdruck Auswirkungen auf unseren emotionalen Zustand hat. Die Emotionen sind also auf unserem Gesicht abzulesen, umgekehrt beeinflusst die Mimik aber auch unseren Gemütszustand. Der körperliche Zustand hat einen Einfluss auf den psychologischen Zustand. Kurz: Lächelt, dann gebt Ihr dem Gehirn das Signal, glücklich zu sein!
 
Beim nächsten Durchhänger sollten wir also versuchen, eine aufrechte Haltung zu bewahren und zu lächeln – selbst wenn wir dazu keine Lust haben. Es funktioniert nämlich! Der Zustand verbessert sich beinahe sofort, man fühlt sich besser, sieht die Welt weniger schwarz und pessimistisch. Auf jeden Fall verliert man bei einem Versuch nichts, denn unser Glück hängt zwar von den Lebensereignissen, aber auch von uns und unserer Lebenseinstellung ab.
 
In diesem Sinne: Geniesst den beginnenden Frühling... und vergesst nicht, zu lächeln.

«Der Frühling ist immer voller Versprechen...» (M. Bouthot).

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19.02.2010
von Nathalie

Nächster Halt: Peru

Eben bin ich von Paris zurückgekehrt. Das mag unspektakulär klingen. Doch wie gut es mir getan hat, zu entspannen und einige Tage ganz für mich zu haben: Einkaufen, verschiedene Besuche, Spaziergänge, gute Restaurants... Ich habe schlichtweg vergessen, wie wunderschön diese Stadt ist! Der Ausflug nach Paris hat mich dazu animiert, wieder mal die klassischen Städtedestinationen ins Auge zu fassen: Barcelona, London, Prag, Wien... Vor dem Spaziergang zur Hofburg eine Sachertorte verspeisen und dabei die pure Gaumenfreude zu geniessen...

Weshalb nicht gleich noch etwas weitergehen und grosse Reisen planen? Ab an die Sonne – oder auch nicht. Auf jeden Fall neue Kulturen kennen lernen und andere Lebensentwürfe entdecken! Klar, im Vorfeld gilt es, so einiges abzuklären (etwa bezüglich Mobilität, Impfungen, Transport und Lagerung von Medikamenten). Aber kommen wir zurück zum Thema. Ich möchte Euch von meiner Freundin Jacqueline erzählen. Sie hat eine ziemlich einzigartige Vision. Ihre Idee? MS bremst einen zuweilen – ohne Zweifel! Aber die Krankheit hält einen nicht davon ab, zu träumen. Und Träume sind schliesslich da, um realisiert zu werden. Vor diesem Hintergrund hat Jacqueline die Stiftung «Cléopâtre» ins Leben gerufen. Ihr Ziel ist es, MS bekannter zu machen, einen Beitrag zur Unterstützung von MS-Patienten zu leisten und vor allem: MS-Betroffene in exotische Länder zu locken...

Ein Beispiel gefällig? Madagaskar! Und die erste Reaktion darauf? «Reiner Wahnsinn! Eines der ärmsten Länder der Welt, keine Infrastruktur!» Was soll man da erwidern? Seit 2004 haben nun bereits drei Reisen stattgefunden, auf denen MS-Patienten und Begleitpersonen eine faszinierende Insel erkundeten. Eine Insel, auf der Mobilitätsprobleme dank der Hilfsbereitschaft und Freundlichkeit der Einwohner überwunden werden. Schliesslich gehört Madagaskar zu den Ländern, die am stärksten von der Kinderlähmung betroffen sind. Diese Leute wissen, wie man mit Behinderungen umgeht...

Was von den Reisen übrig bleibt? Ein Kopf voller Eindrücke, eine Speicherkarte voller Bilder (zahlreiche Fotos können auch auf der Website angeschaut werden) und Erinnerungen an jede Menge Spass... Das nächste Ziel? Peru und der atemberaubende Machu Picchu! Eines der sieben neuen Weltwunder, ein Traum!

«Reisen formt die Jugend», sagt der Franzose… aber auch die Gesundheit, da bin ich mir sicher!

Nathalie

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11.11.2009
von Nathalie

Blauer Dunst

Sie kosten viel. Sie riechen schrecklich. Sie verfärben Finger und Zähne. Sie stumpfen die Haare ab und... sie verursachen Krebs... Ab dem 1. Mai 2010 werden sie in der ganzen Schweiz in den meisten Restaurants und Bars, aber auch in geschlossenen öffentlichen Räumen sowie in Arbeitsräumen verboten sein. Ihr habt sicher schon herausgefunden, von was ich spreche... von Zigaretten!

Das Rauchen wird im Jahr 2010 weltweit sechs Millionen Tote verursachen. Somit ist es die zweithäufigste Todesursache überhaupt. Man weiss auch, dass heutzutage einer von zwei Rauchern an seinem Konsum stirbt. Hinzu kommen die Folgen des Passivrauchens und die Risiken für ungeborene Kinder, wenn die Mutter Raucherin ist...

Das wissen wir alles! Aber wie ist es bei der Multiplen Sklerose? Gibt es eine Verbindung zwischen der Verschlimmerung der Multiplen Sklerose und der Nikotinsucht? Oh ja! Und dieses Mal ist es bewiesen! Eine Gruppe von Forschern unter der Leitung von Dr. Miguel Hernán von der Harvard School of Public Health (USA) präsentierte 2005 eine Studie: Diese zeigt auf, dass der Tabakkonsum das Fortschreiten der Krankheit negativ beeinflusst. 

Während fünf Jahren wurden die medizinischen Dossiers von 179 MS-Betroffenen mit schubförmig remittierender MS studiert. Daraus ging hervor, dass das Risiko, dass sich die Krankheit zu einer sekundär progredienten Form entwickelt, bei Rauchern 3.6 mal grösser ist als bei Nichtrauchern. Der Rauch der Zigarette treibt die Degeneration der Nervenfasern voran und hemmt die Aktivität der Zellen, welche Myelin produzieren.

Man könnte also sagen, dass ein Rauchstopp dazu beitragen kann, das Fortschreitten der MS zu verzögern. Ich persönlich unterstütze diese Behauptung!

Dieser Blog will nicht moralisieren. Ich war selber einmal Raucherin und es würde mich freuen, wenn wir hier Tipps und Tricks austauschen könnten, die uns helfen, nicht mehr zur Zigarette zu greifen. All diese kleinen Dinge, die uns Motivation geben, unser Ziel weiter zu verfolgen...

Raucher, Ex-Raucher und Nichtraucher – eure Meinung interessiert!

Nathalie

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