Lunea Blog

01.02.2012
von Andrea

Was bist denn du für ein Sonnenschein?!

Früher hab ich mich eher rausgehalten. Die Betonung liegt auf EHER – ich war schon immer eine direkte Person und äusserte dies, wenn mich etwas wurmte.
Heute... man könnte mich wohl fast frech nennen, schäm. Aber ich kann unterdessen nicht mehr so gut „uf d’Schnurre hocke“, wie ich es früher getan habe. So ist es für mich kein Problem, eine unfreundliche Verkäuferin, einen Flegel von Versicherungsberater, einen verbitterten Passkontrollbeamten oder gar einen überheblichen Herrn in einer höheren (wirklich höheren) Position zu fragen „haben Sie schlechte Laune?“. Meist sind die Angesprochenen sehr verdutzt und sprachlos – ändern dann urplötzlich ihr Verhalten und merken selbst, dass das Gegenüber (ich) nichts für die schlechte Laune kann. Diese Reaktion finde ich sehr gut, denn jeder hat mal schlechte Laune und realisiert nicht wie sehr sie/er dies nach aussen trägt.
Dann gibt es diejenigen, die sich entschuldigen und bei denen man gleich beim ersten Wort merkt, dass es ihnen „schnurzpipegal“ ist, wie sie auf andere wirkten und sie nur die Zeit bei der Arbeit so rasch wie möglich rumbringen will.

Die Herrlichsten sind allerdings diejenigen, welche noch unfreundlicher werden (meist in höheren Positionen vertreten) und versuchen, einem auf eine Stufe zu degradieren, welche wirklich nicht löblich ist. Solche Menschen tun mir im Nachhinein immer sehr leid. Leid dafür, dass sie offensichtlich ein unglückliches Leben leben, nichts daran ändern, weil sie Angst vor Neuem haben und dies willentlich an anderen auslassen, um sich wenigstens für 5 Minuten mächtig und wichtig zu fühlen. Ihnen kann ich nur empfehlen: Seid mutig! Glücklichsein ist so schön und die Frage „was bist denn du für ein Sonnenschein?" kann ohne Ironie gestellt werden.

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07.12.2011
von Andrea

Machtkämpfe – eine Notwendigkeit?

Wahrscheinlich wurden alle von uns schon irgendwelchen Machtkämpfen ausgesetzt. Gerade wenn man krank wird, ist es plötzlich normal, dass man sich ständig verteidigen muss. Ich frage mich, ob diese Machtkämpfe notwendig sind. Ist es legitim, sich ständig wehren zu müssen? Ein unnötiges Übel, aber wohl notwendig. Surreal und vielleicht auch unmenschlich? Wenn einem vermittelt wird, dass man im Grunde genommen eh keine Chance hätte, wenn man sich wehren und sich auf sein Recht berufen würde…hmm. Es macht mich wütend, aber mehr noch sehr traurig. Es ist so unnötig. Ob man diese Machtausübungen als notwendig ansieht oder nicht, muss wohl jeder für sich selbst entscheiden. Stolz darauf sein kann wohl niemand, ausser derjenige, welcher über keine sonstigen Argumente verfügt.

Man könnte sich wahrscheinlich darüber stundenlang auslassen…aber das ist verschwendete Energie und die benötige ich für schöne Dinge in meinem Leben.

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20.06.2011
von Nathalie

Stress und MS passen nicht gut zusammen…

Und man weiss es eigentlich schon länger. Ich spreche vom heutigen Modewort Stress, hervorgerufen von einer Welt, in welcher nur die Leistung zählt. Wenn man der Bedeutung dieses simplen Wortes nachgeht, erfährt man, dass Stress sowohl eine Reaktion des Körpers auf Spannungen als auch eine Verteidigung gegen Angriffe auf das persönliche Umfeld ist. Neutral gesehen ist Stress etwas Positives (auf Englisch Eustress), als Schutz und Reaktion auf eine schwierige oder potenziell gefährliche Situation. Das Herz schlägt schneller, die Atmung wird verstärkt, sowohl die Konzentration als auch die Reaktion sind auf dem höchsten Level. Wenn sich dann die Situation der Bedrohung oder des Konflikts auflöst, folgt eine Phase der Entspannung.

Aber es kann passieren, dass uns die Situation entgleitet und der Stress überhand nimmt, weil es entweder keinen Ausweg aus einer Situation gibt oder aber – typischerweise – im Fall einer Krankheit. Seien wir uns bewusst: Es gibt externen Stress auslösende Faktoren wie Veränderungen der Lebensumstände (Trauer, Umzug, Geburt, Scheidung...) sowie weitere Unannehmlichkeiten. Internen Stress können aber auch andere Faktoren auslösen wie intensive Freude oder Leid, Schmerzen, Erkrankung oder eben lang andauernde Krankheiten wie die MS... Unter solchen Umständen findet man nicht immer eine gute Lösung und man gerät in den Strudel von negativem Stress (Disstress). Noch schlimmer ist es, wenn der Stress chronisch wird: So ein Zustand kann das eigene Immunsystem schwächen und bis zur Erkrankung führen. Es ist schwierig, diesen Teufelskreis zu durchbrechen, man fühlt sich wie die Katze, die sich in den eigenen Schwanz beisst...

Glücklicherweise ist Stress nicht eine gegebene Tatsache. Es gibt eine Vielzahl von Techniken im Umgang damit. Einige davon finden Sie in der Lunea-Rubrik «Balance – Entspannung»(: http://www.lunea.ch/de/balance/entspannung/)
Persönlich habe ich so meine eigenen Tricks. Ich möchte diese gerne mit Ihnen teilen, gerade weil gewisse Techniken sehr einfach in den Alltag integriert werden können. Ich versuche, im Rahmen des Möglichen in einem positiven mentalen Zustand zu bleiben und jeweils ein NEIN in ein JA zu verwandeln. Sicher, das ist nicht immer ganz einfach! Doch ich versuche einfach, negative Ausdrücke wie «schlecht», «unmöglich», «ich kann nicht» etc. zu vermeiden. Zum Beispiel verwandle ich die Haltung «Ich kann in dieser Situation nichts machen» in ein «Ich mache es nach bestem Wissen und Gewissen». Dies ist ein psychologischer Trick, aber er wirkt, die Welt färbt sich gleich rosa ;-).

Ein weiteres einfaches Mittel, um den Stress zu bekämpfen, ist die Methode, sich regelmässig Momente für Angenehmes zuzugestehen. Versuchen Sie sich wenigstens einmal täglich etwas zu gönnen, was Sie sehr gerne tun (Lesen, Musik hören, mit Ihren Freunden telefonieren...). Sie werden erstaunt sein, um wie viel entspannter Sie sich am Ende des Tages fühlen werden.

Machen Sie auch Gebrauch von Entspannungstechniken wie Meditation, Tai-Chi, Sophrologie, autogenem Training, Yoga... Diese Techniken reduzieren Stress auf natürliche Art und Weise sowie ohne Nebenwirkungen, sofern sie unter Anleitung eines erfahrenen und kompetenten Therapeuten ausgeführt werden.

Seit 20 Jahren praktiziere ich nun die Sophrologie mehr oder weniger regelmässig. Diese Technik hilft mir, meinen körperlichen Zustand im Gleichgewicht zu halten, insbesondere in schwierigen Situationen.

Die Sophrologie reduziert meine Ängste und Spannungen wesentlich. Diese Methode basiert auf der Selbsthypnose und wurde vom kolumbianischen Arzt A. Caycedo in den Sechzigerjahren entwickelt. Sie besteht hauptsächlich aus mentalen und daneben auch aus körperlichen Übungen, die überall und zu jeder Zeit ausgeübt werden können. Die Sophrologie wurde speziell konzipiert, um Positives zu stärken, das Individuum im Jetzt zu verankern (Carpe Diem!) und um Stress abzubauen. Welch tolle Konzeption ;-)! Und glauben Sie mir: Es funktioniert! Es fühlt sich an wie ein Moment im Paradies, und dies ganz ohne Alkohol oder Drogen! Wohlgemerkt: Wie alle anderen Entspannungstechniken braucht auch die Sophrologie einige Übung. Viele Menschen praktizieren diese spezielle Technik in Einzel- oder Gruppenkursen, um sie zu erlernen und auszuüben. Hier finden Sie weiterführende Informationen darüber: http://www.sophro.ch/

Ich wünsche Ihnen einen wunderbaren Tag voller Freude und Entspannung.
Nathalie

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