28.05.2015

Fasten und MS

Die Vorosterzeit war für einige eine Fastenzeit. Auch für MS-Betroffene? Die unterschiedlichsten Anlässe bewegen Menschen zum Fasten. Als Teil ihrer Religion, aber auch aus gesundheitlichen Gründen unterbrechen sie ihre normale Ernährung und essen für eine Zeit lang weniger oder gar nichts. Wie sieht es bei Menschen mit Multipler Sklerose aus? Ist es für Menschen mit Multipler Sklerose ratsam zu fasten?

Mehrere Religionen kennen die Zeit des Fastens. Sie verzichten auf Essen, Getränke oder auf beides. Bei den Muslimen heisst der Fastenmonat Ramadan, bei welchem während 30 Tagen von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang auf Nahrungseinnahme verzichtet wird. Ein 40-tägiger Zeitraum des Fastens und Betens zur Vorbereitung auf Ostern bezeichnet im Christentum die Fastenzeit. Welche Motivation auch immer dahinter steht, MS-Patienten sollten sich überlegen: Erlaubt mein Gesundheitszustand das Fasten? Hat das Fasten Einfluss auf die Nebenwirkungen meiner Medikamente oder verhindert es womöglich die Einnahme? Denn viele Medikamente sollten zum Beispiel mit Flüssigkeit und zum Essen sowie um eine bestimmte Uhrzeit eingenommen werden. Ausserdem können bei Personen mit MS folgende Faktoren zu einer Verschlechterung des Allgemeinzustandes führen: Müdigkeit (Fatigue), Gedächtnis und Konzentration, Balance, schwache Arme oder Beine, Sprechen oder Sehen. Fasten und Multiple Sklerose müssen sich jedoch nicht ganz ausschliessen. Jeder Patient und jede Patientin haben das individuell zu betrachten und zu entscheiden. Es kann sein, dass es dem einen schadet, der anderen aber nicht. Wer jedoch seine Zweifel hegt, sollte sich mit seinem Arzt oder seiner Ärztin darüber unterhalten. Wer aus religiösen Gründen nicht darauf verzichten will, dem ist ebenfalls geraten mit dem oder der Verantwortlichen seiner Kirche oder Gemeinde zu sprechen.

 Weitere Hinweise zur Ernährung finden Sie auch hier.


Zurück