28.05.2015

Mit Sonnenlicht gegen Symptome

Wie eine Studie besagt, kann Vitamin D bei der Therapie von Multipler Sklerose möglichweise helfen. Bei einer regelmässigen Portion Sonnenlicht ist es möglich, die körpereigene Vitamin-D-Produktion so anzuregen, um damit die Symptome von Multipler Sklerose zu lindern.

UV-Licht hat eine schützende Wirkung bei bestimmten Erkrankungen, so auch bei MS. Eine grosse internationale Studie hat nun ergeben, dass Sonnenlicht auch bereits erkrankte Menschen vor Schüben bewahren könnte. Wissenschaftler am Royal Melbourne Hospital in Australien untersuchten die Schübe von rund 10.000 MS-Patienten aus 30 Ländern. Die meisten Schübe traten am Winterende beziehungsweise mit Beginn des Frühjahrs auf. Auf der Nordhalbkugel wurden die meisten Schübe um den 7. März herum festgestellt. Die Studie belegt mit ihrer globalen Datenbasis eindrücklich den Zusammenhang zwischen Sonneneinstrahlung und den Krankheitsschüben bei MS: Je höher die natürliche UV-Strahlung, desto geringer die Wahrscheinlichkeit von Schüben. Die Forscher in Australien vermuten einen Zusammenhang von MS und der Bildung und Speicherung vor allem von Vitamin D. Dieses und weitere Substanzen, die das Immunsystem schützen, werden zwar im Körper gespeichert, jedoch sinkt der Vorrat zum Ende des Winters ab, bevor im Frühjahr wieder „aufgetankt“ werden kann. Das könnte erklären, so die Forscher, dass die meisten Schübe zum Winterende erfolgten. Weil MS-Kranke in nördlichen Breiten ohnehin schlechter mit UV-Licht und daher mit Vitamin D versorgt seien, sei bei ihnen der Speicher mit schützenden Substanzen insgesamt geringer. Daher drohten ihnen im Winter auch rascher Schübe. Die Reserven seien insgesamt einfach zu knapp. Bereits länger bekannt ist, dass MS in verschiedenen Ländern unterschiedlich häufig vorkommt. So wird sie zum Beispiel in äquatornahen afrikanischen Ländern viel weniger häufig festgestellt als in nördlichen Ländern, die weit weg vom Äquator liegen.

 

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